Gewindetüllen aus Kunststoff
Gewindefittings
Gewindetüllen aus Kunststoff führen einen Schlauch auf ein zylindrisches Rohrgewinde und ersetzen dort metallische Tüllen, wo das Medium Messing oder Stahl angreifen würde. Das Sortiment umfasst 61 Ausführungen aus Polypropylen und PVDF für Schlauchinnendurchmesser von 4 bis 50 (2") mm, ausgelegt auf den Nenndruck PN 10.
Die Auswahl richtet sich nach Schlauchweite, Gewindegröße G 1/8" bis G 1/2" und Werkstoff: Polypropylen in beige und natur deckt den allgemeinen Bedarf, PVDF natur die höhere chemische und thermische Belastung. Der Sechskant liegt je nach Baugröße zwischen Schlüsselweite 14 und 60 mm. Zylindrische Gewinde dichten nicht im Gewindegang selbst, die Abdichtung erfolgt an der Planfläche oder über ein zusätzliches Dichtelement.
Zuerst den Werkstoff nach Medium und Temperatur festlegen, dann Gewindegröße und Schlauchweite. Beide Maße sind unabhängig voneinander: G 1/2" wird mit Schlauch 9 (3/8") mm ebenso geführt wie mit 13 (1/2") mm. Kunststoffgewinde vertragen deutlich weniger Anzugsmoment als Messing, deshalb von Hand ansetzen und nur am Sechskant nachziehen. Die Schlauchschelle sitzt über dem geriffelten Schaft, nicht über dem Auslauf zum Gewinde.
Laborausrüstung, Galvanik und Oberflächentechnik, Wasseraufbereitung sowie Dosier- und Umfüllstationen, in denen Schläuche bis 10 bar an Behälter, Pumpen und Ventile geführt werden. PVDF-Ausführungen werden dort gesetzt, wo Säuren, Laugen oder Lösemittel Kunststoffe stärker beanspruchen. Weitere Anwendungen sind Kühl- und Brauchwasserkreisläufe sowie provisorische Leitungen, bei denen geringes Gewicht und Korrosionsfreiheit gegenüber einer Metallverschraubung im Vordergrund stehen.


