Kennzeichnung und Anlagendokumentation
Rohrleitungskennzeichnung nach DIN 2403
Die Rohrleitungskennzeichnung nach DIN 2403 ordnet jede Leitung ihrem Durchflussstoff zu. Der Träger nennt den Stoff im Klartext, ein Pfeil zeigt die Fließrichtung, die Farbe ordnet den Stoff seiner Gruppe zu, wässrige Medien in Grün und Luft in Grau. Im Rechenzentrum liegen Vorlauf und Rücklauf des Wasser-Glykol-Kreises, Kaltwasser, Kondensat und Druckluft dicht nebeneinander, meist redundant und in gleicher Rohrdimension. Erst die Kennzeichnung macht am geschlossenen Ventil erkennbar, welcher der parallelen Kreise tatsächlich abgesperrt ist.
Angebracht wird an Abzweigen, vor und hinter Armaturen, an Wand- und Deckendurchbrüchen und überall dort, wo eine Leitung nach einer Verdeckung wieder sichtbar wird, jeweils in Blickrichtung des Bedienpersonals. Strangnummer, die Angabe Vorlauf oder Rücklauf und der Hinweis auf das Glykolgemisch gehören auf denselben Träger. Ein Sortiment ist in dieser Kategorie noch nicht hinterlegt, es wird gerade aufgebaut.
- Preise netto zzgl. MwSt.
Ratgeber
Rohrleitungskennzeichnung nach DIN 2403 richtig auswählen
Worauf es bei der Auswahl ankommt: Eigenschaften, Vergleich und typische Einsatzbereiche.
Technische Vorteile - Rohrmarkierung nach DIN 2403
Aufbau der Kennzeichnung
Angaben auf dem Rohrmarkierer
| Angabe | Inhalt | Nutzen beim Arbeiten am Kreis |
|---|---|---|
| Durchflussstoff | Stoffname im Klartext, etwa Kühlwasser oder Kondensat | keine Verwechslung gleich dimensionierter Leitungen |
| Fließrichtung | Pfeil in Strömungsrichtung | Vorlauf und Rücklauf sind zuzuordnen |
| Farbgruppe | Farbe nach der Gruppe des Stoffes | schnelle Orientierung im Trassenraum |
| Strang- und Kreisnummer | Kennung des Kreises, bei Redundanz A oder B | das richtige Absperrorgan wird gewählt |
| Zusatz- und Warnhinweis | Glykolgemisch, heiße Oberfläche, Druckangabe der Anlage | Schutzmaßnahme vor dem Öffnen |
Typische Einsatzbereiche
- Verteiler und Sammler im Technikraum
- Pumpengruppe, Filter und Absperrarmaturen des Kühlkreises
- Steigstränge und Durchbrüche zwischen den Ebenen
- Anbindung von Kühlverteiler und Rack im Whitespace
- Freikühler, Rückkühlwerk und Nachspeisung
- Druckluft- und Kondensatleitungen im selben Trassenraum