Pneumatische Quetschventile mit Innengewinde
Kugelhähne und Absperrventile
Pneumatische Quetschventile sperren eine Leitung ab, indem Steuerluft im Gehäuse eine elastische Manschette zusammendrückt. Das Medium berührt dabei nur die Manschette, nicht das Gehäuse, und der Durchgang bleibt im geöffneten Zustand frei von Kanten und Toträumen. Die Baureihe hat Innengewinde von G 1" bis G 4", ist für PN 6 ausgelegt und in Ruhestellung geöffnet. Das Sortiment umfasst 123 Positionen, Ventile und Ersatzmanschetten zusammen.
Maßgebend für die Auswahl sind Nennweite, Gehäusewerkstoff und Manschettenqualität. Gehäuse gibt es aus Aluminium und aus POM, die Manschetten aus EPDM, aus abriebfestem Naturgummi oder aus Naturgummi in Lebensmittelqualität. Die Baulänge wächst mit der Nennweite von 120 mm bei G 1" auf 185 mm bei G 2" und 280 mm bei G 4". Manschetten sind Verschleißteile und von DN 10 bis DN 80 einzeln nachbestellbar.
Zuerst die Manschette nach dem Medium wählen: abriebfestes Naturgummi für Sand, Granulat und andere Feststoffe, EPDM für wässrige und alkalische Medien, Naturgummi in Lebensmittelqualität für Produktleitungen. Danach Gehäusewerkstoff und Nennweite festlegen und die Baulänge von 120 bis 280 mm gegen die Rohrstrecke prüfen. Der Steuerdruck muss über dem Leitungsdruck liegen, damit die Manschette vollständig schließt; PN 6 begrenzt den zulässigen Betriebsdruck. Beim Manschettenwechsel bleibt das Gehäuse in der Leitung, getauscht wird nur der Einsatz in der passenden Nennweite von DN 10 bis DN 80.
Absperren und Dosieren abrasiver Medien in der Schüttgut- und Zementtechnik, etwa bei Sand, Kies, Granulat, Pulver und Schlämmen, wo Kugelhähne und Schieber schnell verschleißen. In Lebensmittel- und Getränkeanlagen mit Manschetten aus Naturgummi in Lebensmittelqualität, in der Abwasser- und Aufbereitungstechnik mit EPDM. Der freie Durchgang ohne Toträume erleichtert Spülen und Reinigen der Leitung.



