Gerade Einschraubverschraubungen, G-/R-Gewinde
Gewindefittings
Gerade Einschraubverschraubungen mit zölligem Rohrgewinde schaffen den Übergang von einer Gehäusebohrung nach Whitworth auf ein Präzisionsstahlrohr, das über Überwurfmutter und Schneidring gehalten wird. Das Sortiment zählt 113 Ausführungen: zehn Einschraubgewinde von G 1/8" bis G 1-1/2", darunter die kegeligen Größen R 1/8" sowie R 1/4", kombiniert mit 23 Rohraußendurchmessern von 4 LL bis 42 L.
Die Gewindeform entscheidet über die Abdichtung. Das zylindrische Zollgewinde dichtet nicht im Gewindegang, sondern am Bund gegen die Planfläche der Bohrung, das kegelige Gewinde dagegen im Gewinde selbst. Am Rohrende bestimmt die Baureihe die Belastbarkeit: Ausführungen an Rohr 22 L sind für 160 bar angegeben, an Rohr 8 S für 630 bar. Angeboten sind verzinkter Stahl und Edelstahl 1.4571.
Zylindrisches und kegeliges Zollgewinde haben denselben Nenndurchmesser, aber unterschiedliche Dichtstellen, weshalb sie nicht beliebig getauscht werden. Beim zylindrischen Gewinde braucht die Bohrung eine saubere Planfläche für Bund und Dichtelement, beim kegeligen Gewinde entfällt diese Fläche. Rohrgröße und Gewindegröße werden getrennt bestimmt: am Gewinde G 1/4" sitzt etwa Rohr 8 S der schweren Reihe, am Gewinde G 1" ein Rohr 35 L. Für Reparaturen genügt oft der Körper allein, wenn Mutter und Ring am Rohr verbleiben.
Hydraulikaggregate, Pumpen und Steuerblöcke mit zölligem Gehäusegewinde, wie sie in Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen sowie an älteren Maschinenbeständen verbreitet sind. Weiter im Rohrleitungsbau an Kompressoren, Öl- und Kühlkreisläufen sowie an Prüfständen, wo Rohre der schweren Reihe bis 630 bar geführt werden. Ausführungen aus 1.4571 kommen in Nassbereichen und in der Verfahrenstechnik zum Einsatz.



