Gerade Aufschraubverschraubungen, G-Gewinde
Gewindefittings
Gerade Aufschraubverschraubungen mit G-Gewinde nehmen an einem Ende ein Präzisionsstahlrohr über Schneidring und Überwurfmutter auf, am anderen Ende tragen sie ein zylindrisches Whitworth-Innengewinde. Sie werden also auf einen vorhandenen Außengewindestutzen an Ventil, Pumpe oder Rohrleitung aufgeschraubt und nicht in eine Gewindebohrung eingeschraubt. Die Kategorie umfasst 94 Ausführungen mit Innengewinden von G 1/4" bis G 1-1/4" und Rohraußendurchmessern von 6 L bis 42 L sowie 6 S bis 38 S.
Für die Auswahl zählen zwei voneinander unabhängige Größen: das G-Innengewinde der Muffe, das zum Stutzen am Gerät passen muss, und die Rohrreihe am Schneidringende. Leichte Reihe L und schwere Reihe S unterscheiden sich in Kegel und Klemmring und lassen sich nicht mischen. Als Werkstoffe stehen Stahl verzinkt und Edelstahl 1.4571 bereit, beide auch als Körper ohne Mutter und Ring.
Zuerst das G-Innengewinde nach dem Außengewinde des Gegenstücks bestimmen, danach getrennt davon die Rohrreihe der verlegten Leitung. Beide Größen laufen nicht parallel: G 3/8" wird sowohl mit Rohr 12 L als auch mit Rohr 10 S kombiniert, G 1" mit Rohr 28 L. Das zylindrische Gewinde dichtet nicht im Gewindegang selbst, die Abdichtung erfolgt am Stutzen über die vorgesehene Dichtfläche. Bei Umbauten an bestehenden Leitungen sparen die Ausführungen ohne Mutter und Ring den Rohrwechsel.
Rohrleitungsbau an Hydraulikaggregaten, Pressen und Werkzeugmaschinen, wenn am Gerät oder am vorhandenen Nippel ein G-Außengewinde sitzt und das Stahlrohr darauf geführt wird. Ebenso beim Anschließen von Manometern, Absperrhähnen und Verteilerleisten mit Rohrgewindestutzen. Ausführungen in 1.4571, etwa G 1-1/4" auf Rohr 30 S, kommen in der Chemie sowie in Außen- und Feuchtbereichen zum Einsatz.



