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Stromregelventil: 2-Wege und 3-Wege druckkompensiert

Ein druckkompensiertes Stromregelventil hält die Geschwindigkeit eines Hydraulikzylinders konstant, auch wenn sich die Last ändert. Der Unterschied zwischen 2-Wege- und 3-Wege-Ausführung entscheidet über Wärmeeintrag und Wirkungsgrad. Dieser Ratgeber zeigt die Auswahlkriterien Schritt für Schritt.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Hydraulik-Spezialisten
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< 5 %
Durchflussschwankung bei Lastwechsel
ISO VG 46
Übliche Betriebsviskosität
7 bar
Typischer Kompensationsdruck
40 bis 60 °C
Empfohlene Öltemperatur
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Bauform
  3. Einbau
  4. Praxis
  5. Häufige Fragen

Wie hält ein druckkompensiertes Ventil die Geschwindigkeit konstant?

Eine einfache Drossel liefert nur bei konstanter Druckdifferenz einen konstanten Durchfluss. Steigt die Last, sinkt der Volumenstrom und der Zylinder wird langsamer. Ein druckkompensiertes Stromregelventil ergänzt die Messblende um eine Druckwaage, die den Druckabfall über der Blende unabhängig von der Last konstant hält. So bleibt die Geschwindigkeit stabil, egal ob der Zylinder leer läuft oder unter Volllast arbeitet.

Die Druckwaage regelt den Druckabfall über der Messblende auf einen festen Wert. Dadurch ändert sich der Volumenstrom auch bei schwankender Last nur wenig, meist unter 5 Prozent.

2-Wege oder 3-Wege - welche Bauform passt?

Beide Bauformen regeln den Durchfluss lastunabhängig, unterscheiden sich aber im Umgang mit dem überschüssigen Öl. Das 2-Wege-Ventil sitzt in Reihe und drosselt den Überschuss in Wärme; es passt an eine Konstantpumpe. Das 3-Wege-Ventil leitet den Überschuss über einen dritten Anschluss zurück in den Tank oder auf einen Bypass und arbeitet dadurch energieeffizienter.

Ein 3-Wege-Ventil spart Energie, weil der Systemdruck nur wenig über dem Lastdruck liegt. Es lässt sich jedoch nur im Zulauf einsetzen und eignet sich nicht für ziehende Lasten.

Meter-in oder Meter-out - wo wird gedrosselt?

Die Einbaulage bestimmt, ob der Zu- oder der Ablauf gedrosselt wird. Meter-in regelt den Zulauf und passt zu schiebenden Lasten. Meter-out regelt den Ablauf, hält den Zylinder gegen ziehende Lasten in Position und verhindert das Vorauseilen. Bei ziehenden oder wechselnden Lasten ist die Ablaufdrosselung fast immer die sichere Wahl.

  • Meter-in: drosselt den Zulauf, ideal bei rein schiebenden Lasten und geringer Verlustwärme.
  • Meter-out: drosselt den Ablauf, stabilisiert ziehende Lasten und verhindert Kavitation im Zylinder.
  • Bypass (Meter-out mit 3-Wege): führt Überschussöl ab und senkt den Energieverlust.
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Worauf achte ich bei Viskosität, Temperatur und Filterung?

Temperatur und Viskosität beeinflussen den Durchfluss über die Messblende. Ein temperaturkompensiertes Ventil hält die Geschwindigkeit auch bei wechselnder Öltemperatur konstant. Achten Sie auf die zulässige Viskositätsspanne, saubere Filterung und einen Kompensationsdruck, der über dem maximalen Lastdruckabfall liegt, sonst regelt das Ventil nicht mehr.

Ohne Temperaturkompensation kann warmes, dünnflüssiges Öl den Volumenstrom erhöhen und den Zylinder schneller laufen lassen. Bei präzisen Vorschüben eine temperaturkompensierte Ausführung wählen.

Häufige Fragen

Wann brauche ich ein druckkompensiertes statt eines einfachen Drosselventils?

Sobald die Last während der Bewegung schwankt und die Geschwindigkeit konstant bleiben soll. Eine einfache Drossel lässt den Zylinder bei steigender Last langsamer werden; die Druckwaage im kompensierten Ventil gleicht das aus und hält den Volumenstrom stabil.

Was ist der Unterschied zwischen 2-Wege und 3-Wege?

Das 2-Wege-Ventil drosselt das überschüssige Öl in Wärme und sitzt in Reihe. Das 3-Wege-Ventil führt den Überschuss über einen dritten Anschluss zum Tank ab und arbeitet energieeffizienter, lässt sich aber nur im Zulauf einsetzen.

Meter-in oder Meter-out bei ziehenden Lasten?

Bei ziehenden Lasten fast immer Meter-out. Die Ablaufdrosselung hält den Zylinder unter Kontrolle und verhindert Vorauseilen und Kavitation. Meter-in eignet sich nur für rein schiebende Lasten.

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