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Servo- und Positionierzylinder richtig auswählen

Ein Positionierzylinder soll nicht nur schieben, sondern eine Lage genau halten und wiederholgenau anfahren. Wegmesssystem, Reibung, Dichtungsart und die Steifigkeit der Ölsäule entscheiden über die erreichbare Genauigkeit. Dieser Ratgeber zeigt, welche Kriterien für Servo- und Positionierzylinder wirklich zählen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Hydraulik-Spezialisten
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0,01 mm
Erreichbare Wiederholgenauigkeit
1 µm
Auflösung integriertes Wegmesssystem
ISO VG 46
Typische Ölviskosität
5 µm
Filterfeinheit für Servobetrieb
Inhalt
  1. Messsystem
  2. Reibung
  3. Steifigkeit
  4. Häufige Fragen

Welches Wegmesssystem passt zur Positionieraufgabe?

Ohne Wegrückführung gibt es keine geregelte Position. Ein magnetostriktiver Wegaufnehmer im Kolben ist verschleißfrei, absolut messend und liefert Auflösungen bis in den Mikrometerbereich. Potentiometrische Geber sind günstiger, unterliegen aber Verschleiß. Für hohe Dynamik und lange Hübe ist das integrierte Absolutsystem in der Regel die robusteste Wahl.

Ein absolut messendes System kennt seine Position sofort nach dem Einschalten - eine Referenzfahrt entfällt und die Maschine ist schneller betriebsbereit.

Wie beeinflussen Reibung und Dichtung die Genauigkeit?

Der größte Feind der feinen Positionierung ist der Stick-Slip-Effekt: Der Kolben bleibt haften und ruckt dann los. Reibungsarme Dichtungen und eine gute Oberflächengüte der Kolbenstange halten die Haftreibung niedrig. Für sehr feine Bewegungen sind Zylinder mit besonders reibungsarmen Führungen und Nutringdichtungen zu bevorzugen.

  • Reibungsarme Dichtungen mit PTFE-Anteil verringern Stick-Slip.
  • Feine Oberflächengüte der Kolbenstange senkt Losbrechkräfte.
  • Vorgespannte Führungen reduzieren Spiel bei Lastwechsel.
  • Konstante Öltemperatur hält Viskosität und Reibung stabil.
Zu hohe Losbrechkräfte äußern sich als Zittern um die Zielposition. Prüfen Sie neben dem Zylinder auch die Ölsauberkeit - siehe Zylinderpflege und Ölreinheit.

Warum entscheidet die Steifigkeit über die Regelgüte?

Die Ölsäule wirkt wie eine Feder. Kurze Leitungen, ein passender Kolbendurchmesser und geringes Totvolumen erhöhen die hydraulische Steifigkeit und damit die Eigenfrequenz der Achse. Eine hohe Eigenfrequenz erlaubt straffere Regelparameter und schnelleres, stabiles Positionieren ohne Überschwingen.

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Häufige Fragen

Was unterscheidet einen Positionierzylinder von einem Standardzylinder?

Ein Positionierzylinder ist auf geregelte Bewegung ausgelegt: integriertes Wegmesssystem, reibungsarme Dichtungen und eine steife Konstruktion. So kann die Regelung jede Position wiederholgenau anfahren und halten, statt nur zwischen den Endlagen zu fahren.

Welche Ölreinheit braucht ein Servozylinder?

Servoventile sind empfindlich gegen Partikel. Üblich ist eine Filterfeinheit um 5 µm und eine Reinheitsklasse nach ISO 4406, die der Ventilhersteller vorgibt. Schmutzöl führt zu Verschleiß, Klemmen und Positionsdrift.

Warum zittert die Achse um die Zielposition?

Meist stecken Stick-Slip durch zu hohe Reibung, Lufteinschlüsse in der Ölsäule oder zu straff eingestellte Regelparameter dahinter. Entlüften, reibungsarme Dichtungen und eine an die Eigenfrequenz angepasste Regelung schaffen Abhilfe.

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