Einbauventile: 2-Wege-Logikventile für hohe Volumenströme
2-Wege-Einbauventile, oft Logikventile oder Cartridge-Ventile genannt, schalten große Volumenströme mit kleinem Bauraum und geringem Druckverlust. Das richtige Flächenverhältnis, die passende Nenngröße und der Steuerdeckel entscheiden über Schaltverhalten und Dichtheit. Dieser Ratgeber zeigt die wichtigsten Auswahlkriterien Schritt für Schritt.
Hydraulikventile ansehenWas ist ein 2-Wege-Logikventil und wann lohnt es sich?
Ein 2-Wege-Einbauventil ist im Kern ein federbelasteter Sitzkegel in einer genormten Aufnahmebohrung nach ISO 7368. Es öffnet oder sperrt den Fluss zwischen den Anschlüssen A und B; der Steuerdruck im Deckel (Anschluss X) hält den Kegel geschlossen. Weil der Sitz leckölfrei dichtet und der Kegel große Querschnitte freigibt, eignen sich diese Ventile für hohe Volumenströme, bei denen Schieberventile zu viel Druckverlust erzeugen würden.
- Große Volumenströme ab etwa 300 l/min mit geringem Druckabfall.
- Leckölfreies Sperren, wichtig für Haltefunktionen und Pressen.
- Schnelle Schaltzeiten dank kurzer Kegelwege.
- Flexibel als Wege-, Druck- oder Sperrfunktion über den Steuerdeckel konfigurierbar.
Welches Flächenverhältnis brauche ich?
Das Flächenverhältnis beschreibt das Verhältnis der Steuerfläche im Deckel zur wirksamen Sitzfläche an A. Ein Verhältnis von 1:1 macht das Ventil rein wegabhängig, während 1:1,6 oder 1:2 eine sichere Schließkraft auch bei hohem Druck an B erzeugt. Für reine Sperr- und Rückschlagfunktionen wählt man ein großes Flächenverhältnis, für schnelle Wegeventile ein kleineres.
Wie lege ich Nenngröße, Deckel und Volumenstrom aus?
Die Nenngröße folgt aus dem maximalen Volumenstrom und der zulässigen Strömungsgeschwindigkeit im Sitz. Zu klein gewählt entstehen hoher Druckverlust und Erwärmung, zu groß gewählt wird der Block teuer und träge. Der Steuerdeckel bestimmt die Funktion: mit Vorsteuerventil, Drossel oder Wechselventil lässt sich dasselbe Einbauventil als Wege-, Druck- oder Stromventil betreiben.
Deckel mit Vorsteuerventil, Drossel oder Wechselventil legt die Funktion fest.
Ventile vergleichenNenngröße nach maximalem Durchfluss und Druckverlust-Kennlinie wählen.
Zur VentilübersichtHäufige Fragen
Wann ist ein Einbauventil besser als ein Schieberventil?
Bei hohen Volumenströmen ab etwa 300 l/min und wenn leckölfreies Sperren gefragt ist. Der Sitzkegel gibt große Querschnitte mit geringem Druckverlust frei und dichtet dauerhaft, während ein Schieber immer eine kleine Spaltleckage hat.
Was bedeutet das Flächenverhältnis beim Logikventil?
Es ist das Verhältnis der Steuerfläche im Deckel zur Sitzfläche an Anschluss A. 1:1 macht das Ventil rein wegabhängig, 1:2 erzeugt eine hohe Schließkraft und eignet sich für Sperr- und Haltefunktionen unter Lastdruck.
Kann ein Einbauventil mehrere Funktionen übernehmen?
Ja. Über den Steuerdeckel und die Vorsteuerung lässt sich dasselbe 2-Wege-Element als Wege-, Druck- oder Stromventil betreiben. Das spart Bauraum, weil ein Steuerblock viele Funktionen in genormten Bohrungen vereint.
Passendes 2-Wege-Logikventil finden
Unsere Hydraulik-Spezialisten helfen bei Flächenverhältnis, Nenngröße und Steuerdeckel für Ihren Steuerblock.
Genormte Auswahl
Einbaubohrungen und Baugrößen nach ISO 7368.
Hohe Durchflüsse
Nenngröße passend zum Volumenstrom Ihres Kreises.
Leckölfrei sperren
Sitzkegel für sichere Halte- und Lastfunktionen.
Fachberatung
Hydraulik-Spezialisten unterstützen bei der Auslegung.